Aggregated Procurement under Directive 2014/24/EU: Lessons from the Defence Sector

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Heuninckx, Baudoin
  • PPLR - Public Procurement Law Review
  • Heft 5/2018, S. 189-217
    Aufsatz
  • Art. 37-39 RL 2014/24/EU, Art. 10, 13 lit. c RL 2009/81/EG
Abstract
Der Autor versteht „aggregated procurement" als Synonym für eine ganze Reihe von Begrifflichkeiten wie etwa „central, centralised, joint, common, collaborative or cooperative procurement". Angesichts eines starken Trends hin zu solch gebündelter Beschaffung im zivilen Bereich und einer langjährigen Praxis im Verteidigungssektor, setzt sich der Autor mit der Frage auseinander, welche Erfahrungen übertragbar sind und generiert eine Art praktischen Leitfaden, mit dem Lücken in den Regelungen der EU-Vergaberichtlinien bei der Umsetzung geschlossen werden sollen. Nach einem Überblick der wesentlichen Vorschriften der EU-Vergaberichtlinien (zentrale Beschaffungsstellen, gelegentlich gemeinsame Beschaffung, grenzüberschreitende Beschaffung) stellt der Autor die Organisations- und Managementstrukturen von Kooperationen im Verteidigungsbereich und die damit einhergehenden Vergabeprozesse vor. Im nächsten Teil werden vier verschiedene Rechtsbeziehungen analysiert, die sich bei „aggregated procurment" sowohl im zivilen Bereich als auch im Verteidigungsbereich identifizieren lassen. Sodann stellt der Autor die aus dem Verteidigungssektor abgeleiteten Empfehlungen für eine praktische Umsetzung zusammen. Er betont vor allem die Bedeutung der Vorbereitungsphase, in der „aggregated procurement" gründlich durchdacht werden müsse.
Jan Helge Mey, LL.M. (McGill), CMS Deutschland, Köln