Beschaffungsdienstleister im Vergabeverfahren

Rechtliche Herausforderungen angesichts von Privatisierung und Professionalisierung

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Lieb, Nicole
  • Nomos, Baden Baden, 2022, S. 371
  • 2022, S. 371
  • ISBN 978-3-8487-8526-1
    Aufsatz
Abstract
Aus der Monatsinfo 11/2022: Diese Dissertation wurde mit dem International Public Procurement Award 2022 des forum vergabe e.V. ausgezeichnet. Die Arbeit ist vor dem Hintergrund einer sich entwickelnden Dienstleistungslandschaft rund um das Vergaberecht entstanden. Ziel war es nicht zuletzt, die rechtlichen Grundlagen für diese Einbeziehung darzustellen. Dabei waren als mögliche Risiken u.a. ein möglicher Kontrollverlust des Auftraggebers und mögliche Interessenkonflikte zu berücksichtigen. Nach einer Einführung in das Thema geht die Autorin im 2. Kapitel ihrer Arbeit auf mögliche Inhalte der Beschaffungsdienstleistung, die Person des Dienstleisters und die Vorgaben für die Beschaffung der jeweiligen Dienstleistung ein. Im anschließenden Kapitel widmet sich die Arbeit den rechtlichen Vorgaben für die Einbeziehung von Beschaffungsdienstleistern. Zuerst geht sie auf höherrangiges Recht und das Vergaberecht ein, um diese dann auf einzelne Aspekte der Aufgabenübertragung anzuwenden. Ein eigener Abschnitt ist der Bewältigung von Interessenkonflikten und dem Umgang mit der Projektantenstellung gewidmet. In Kapitel 4 stellt die Autorin verfahrens- und haftungsrechtliche Überlegungen aus der Perspektive der Auftraggeber an. Neben der Frage, wie die Einbeziehung von Beschaffungsdienstleistern gestaltet werden kann, betrachtet sie u.a. auch die mögliche Verantwortung und Haftung des Auftraggebers. In ihrem abschließenden Kapitel fasst die Autorin Handlungsanstöße und Bausteine zur weiteren Professionalisierung der öffentlichen Beschaffung zusammen. Die Autorin sieht die öffentlichen Auftraggeber in der Verantwortung, eine vollständige materielle Übertragung der Beschaffungstätigkeit zu verhindern. Dies ist ein Teil der von der Autorin herausgearbeiteten rechtspolitischen Gebote.