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Wie der geforderte Mindestumsatz eines Bieters korrekt ermittelt wird

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Noch, Rainer
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2019, S. 28-30
    Aufsatz
Abstract
Der Verfasser setzt sich mit der Einschätzung der Leistungsfähigkeit eines Bieters anhand von Mindestumsätzen auseinander. Schwierig seien dabei gleich mehrere Punkte, die näher betrachtet werden: die angemessene Höhe des geforderten Mindestumsatzes, die Berechnung als Summe oder Durchschnitt über mehrere Jahre, der Umgang mit Newcomern, fehlende Umsatzzahlen aufgrund versetzter Geschäftsjahre, Veränderungen im Referenzzeitraum durch Teilung oder Verschmelzung, Addition von Umsätzen bei Kooperationen und schließlich die Frage, was fällt alles unter Umsätze, die mit dem Auftrag vergleichbar sind. Im Ergebnis komme es auf eine Gesamtschau der wirtschaftlichen Situation des Bewerbers bzw. Bieters an und darauf, die eingeräumte Einschätzungsprärogative des Auftraggebers auszuüben und zu dokumentieren.
Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg