Die ausgelagerte Submission

Zur strittigen Frage der Einbindung von Beratern in die Angebotseröffnung

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Dageförde, Angela ; Otto, Patrick Christian
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2019, S. 11-14
    Aufsatz
  • § 55 Abs. 2 VgV
  • VK Südbayern vom 2.1.2018 (Z3-3-3194-1-47-08/17), VK Niedersachsen vom 8.5.2018 (VgK-10/2018)
Abstract
Ob sog. „Beschaffungsdienstleister", also Unternehmen die die öffentliche Hand bei Vergabeverfahren unterstützen, auch die Angebotsöffnung vornehmen dürfen, ist zum Thema zweier Entscheidungen der Vergabekammern geworden (VK Südbayern vom 02.01.2018; Z3-3-3194-1-47-08/17 und VK Niedersachsen vom 08.05.2018; VgK-10/2018). Während die VK Südbayern § 55 Abs. 2 VgV so auslegt, dass zwei unmittelbar bei der öffentlichen Hand beschäftigte Personen die Angebotsöffnung vornehmen müssen, sieht die VK Niedersachsen nur dann einen Hinderungsgrund für die Übertragung der Aufgabe auf einen Dienstleister, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Bieter bestehe. Die Verfasser hingegen sind der Ansicht, dass eine Übertragung stets möglich ist.
Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg