Die Beschaffung biobasierter Produkte

Aktuelle Studie: Bei nachhaltiger Beschaffung besteht Nachholbedarf

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Fischer, Jennifer; Blank, Felix
  • Vergabe Navigator
  • Heft 5/2019, S. 16-19
    Aufsatz
Abstract
Die Verfasser berichten über eine Studie der Universität Würzburg. Diese war in einer deutschlandweiten Umfrage der Frage nachgegangen, welche Rolle die Beschaffung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen im Verwaltungsalltag spielt und inwieweit Anbieter biobasierter Produkte sich um öffentliche Aufträge bewerben. Untersucht wurde auch, welche Hürden auf Anbieter- und auf Nachfragerseite bestehen und welche zukünftigen Entwicklungen zu erwarten sind. Die Verfasser zeigen auf, dass nur ca. 25 % der befragten öffentlichen Verwaltungen die Wichtigkeit der ökologischen Nachhaltigkeit als „hoch“ oder „sehr hoch“ einschätzen. Dies zeige sich auch daran, dass Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen nach wie vor noch immer deutlich seltener beschafft werden als grundsätzlich möglich. Anschließend befassen sie sich mit den angegebenen Hürden für die Beschaffung biobasierter Produkte und möglichen Maßnahmen zur Abhilfe. In ihrem Fazit stellen sie fest, dass das Marktpotenzial der öffentlichen Beschaffung für biobasierte Produkte groß sei, dieses bisher aber nur in geringem Maße genutzt werde, obwohl der Markt aktuell schon bei vielen Produkten bereit dazu wäre.
Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg