Risiken und Fallstricke unvollständiger Leistungsbeschreibungen bei Outsourcing

Titeldaten Zusätzliche Informationen
  • Witzel, Michaela
  • CR - Computer und Recht
  • Heft 9/2017, S. 557-563
    Aufsatz
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage der erforderlichen Ausgestaltung und Detailtiefe von Leistungsbeschreibungen für das Outsourcen von Aufgaben sowie den Fehlerfolgen bei unvollständigen Leistungsbeschreibungen. Zunächst stellt der Verfasser die vergabe- und zivilrechtlichen Anforderungen sowie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen aus dem Bereich des Risikomanagement dar. Er zeigt auf, dass schon die vertragsrechtlichen Anforderungen eine detaillierte und genaue Leistungsbeschreibung erfordern. Die vergaberechtlichen Anforderungen gingen sogar noch darüber hinaus. Anschließend gibt er Praxishinweise zur erforderlichen Detailtiefe und skizziert die wichtigsten Inhalte einer Leistungsbeschreibung für Outsourcing. In diesem Zusammenhang untersucht er zudem, inwieweit Auffangklauseln das Risiko der Unvollständigkeit minimieren könnten. Er kommt zu dem Ergebnis, dass diese Klauseln vergaberechtlichen Einschränkungen unterliegen und die vertragsrechtliche Reichweite höchst umstritten sei. Im zweiten Teil seines Beitrages befasst er sich mit den Rechtsfolgen einer unvollständigen Leistungsbeschreibung. Dabei geht er auf die Folgen eines offenen oder verdeckten Dissenses sowie auf schadensersatz- und bereicherungsrechtliche Ansprüche ein.
Robert Thiele, MBA, forum vergabe e.V., Berlin