Titeldaten
- Schäffer, Rebecca; Tolksdorf, Florian
- VergabeFokus
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Heft 3/2026
S.11-16
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz
Abstract
Die Verfasser geben einen Überblick über die Änderungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes, das nunmehr am 01.07.2026 in Kraft getreten ist. Zunächst erläutern sie den Aufbau als Artikelgesetz und stellen die wesentlichen Änderungen im GWB dar. Im Mittelpunkt stehen der neue § 97a GWB zum Losgrundsatz, zusätzliche Ausnahmen vom Vergaberecht sowie die Änderungen bei Inhouse-Vergaben und den Ausschlussgründen. Anschließend behandeln sie die neue Ausnahme von der Vorabinformations- und Wartepflicht bei Abrufen aus Rahmenvereinbarungen und dynamischen Beschaffungssystemen. Einen Schwerpunkt bilden die Neuregelungen zum Rechtsschutz. Die Verfasser zeigen auf, dass die aufschiebende Wirkung der sofortigen Beschwerde nach einer ablehnenden Entscheidung der Vergabekammer entfällt. Sodann stellen sie die Änderungen in der VgV dar. Dabei gehen sie auf die Änderungen zu Planungsleistungen, Vergabeunterlagen, Prüfungsreihenfolge, Eigenerklärungen und Nachforderungen ein. Weitere Aspekte sind Regelungen zugunsten von Start-ups und KMU sowie die Möglichkeit, Aspekte der digitalen Souveränität als Zuschlagskriterien und Ausführungsbedingungen zu berücksichtigen. Abschließend weisen sie darauf hin, dass Auftraggeber die neuen Spielräume mit Blick auf die Auswirkung auf Wettbewerb, Mittelstandsbeteiligung und Marktattraktivität anwenden sollten.
Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin